Die Biologische Station zeigt, wie naturnahe und klimaresiliente Gärten direkt vor der eigenen Haustür entstehen können.
Wer durch den Garten der Biologischen Station in Dorsten spaziert, bekommt schnell Lust, selbst zur Schaufel zu greifen. Zwischen Bauerngarten, Kräuterbeeten, Teich und Tomatenstauden zeigt die Station, wie Naturschutz vor der eigenen Haustür funktionieren kann.
Auch deshalb öffnet sie bei „Dorsten zeigt Gärten“ wieder ihre Türen. „Die Leute sollen sich hier Anregungen für den eigenen Garten holen“, sagt Heike Kalfhues. Die Landschaftsökologin ist seit 2021 wissenschaftliche Mitarbeiterin und für Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.
Besonders am Herzen liegen ihr naturnahe, klimaresiliente Gärten. Ein Beispiel sind die Klimabeete der Station: robuste Wildstauden, die selbst heiße Sommer mit wenig Wasser überstehen und über Monate Nahrung für Insekten bieten. Weniger begeistert ist Kalfhues von Schottergärten und blickdichten Zäunen. Steinflächen heizen sich stark auf, fehlende Luftzirkulation verschärft die Hitze zusätzlich.
Dabei geht es auch anders: Rosmarin kommt mit Sonne gut klar, Stauden schützen den Boden und ein Mix aus Gemüse und Blühpflanzen lockt Bestäuber an.
Der Garten ist nur ein Teil der Arbeit. Die Station betreut Naturschutzgebiete, erfasst seltene Arten, entwickelt Schutzmaßnahmen und bietet Programme für Kinder, Erwachsene und Schulklassen an.
Die Botschaft dahinter: Natur findet nicht irgendwo weit draußen statt, sondern sie beginnt direkt vor der eigenen Tür.
Im Höltken 11
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