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E-Auto ohne Fragezeichen
© Hertener Stadtwerke/Jan Ahlers

E-Auto ohne Fragezeichen

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: _Redaktion _RDN

Experte der Hertener Stadtwerke beantwortet sieben Fragen, die sich Autofahrer stellen.

Reichweite, Lademöglichkeiten, Kosten: Wer über den Umstieg auf ein Elektroauto nachdenkt, hat häufig zunächst einige Fragen. Dabei haben sich Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt.
Michael Lobert, E-Mobilitätsexperte der Hertener Stadtwerke, beantwortet wichtige Fragen rund um den Einstieg – vom Laden an der eigenen Wallbox bis zur öffentlichen Ladesäule.


Für wen eignet sich ein Elektroauto – und worauf sollte ich vor dem Umstieg achten?
„Entscheidend ist zunächst das eigene Fahrprofil: Welche Strecken lege ich im Alltag zurück, wie häufig fahre ich längere Strecken und welche Lademöglichkeiten habe ich? Wer zu Hause laden kann, hat mit einer eigenen Wallbox eine besonders komfortable Möglichkeit. Aber auch ohne eigenen Ladepunkt kann ein E-Auto infrage kommen, wenn die öffentliche Ladeinfrastruktur zum eigenen Alltag passt.“


Ist die Reichweite heute noch ein Problem?
„Die Reichweite aktueller Elektroautos liegt oftmals zwischen 250 und 500 Kilometern, ist also für Alltagsfahrten problemlos geeignet. Wichtig ist, nicht allein auf die maximale Herstellerangabe zu schauen. Außentemperatur, Geschwindigkeit und Fahrweise beeinflussen den tatsächlichen Verbrauch. Bei längeren Fahrten gehört die Ladeplanung dazu – Schnelllademöglichkeiten machen Zwischenstopps aber immer komfortabler.“


Wo kann ich laden, wenn ich keine eigene Wallbox habe?
„In Herten stehen aktuell 43 öffentliche Ladepunkte an 19 Standorten zur Verfügung. Neben klassischen Ladepunkten gibt es auch Schnelllademöglichkeiten – an unserer Hauptverwaltung an der Herner Straße beispielsweise mit bis zu 300 kW. Damit wollen wir Elektromobilität auch Menschen ermöglichen, die zu Hause keine eigene Wallbox installieren können.“


Wie funktioniert das Laden an einer öffentlichen Ladesäule?
„Das ist unkomplizierter, als viele zunächst vermuten. Fahrzeug anschließen, Ladevorgang freischalten und anschließend wieder beenden. An den von uns unterhaltenen Ladesäulen gibt es dafür verschiedene Möglichkeiten. Mit unserem Autostromvertrag können Kundinnen und Kunden zudem an mehr als 40.000 Ladepunkten im Partnernetzwerk laden. Auch spontanes Laden ohne Vertrag ist möglich.“


Wie lange dauert das Laden zu Hause und unterwegs?
„Das hängt von Fahrzeug, Batterie, Ladestand und Ladeleistung ab. Eine Wallbox mit 11 oder 22 kW eignet sich beispielsweise gut dafür, das Fahrzeug über mehrere Stunden oder über Nacht zu Hause zu laden. Unterwegs können Schnelllader die Ladezeit deutlich verkürzen. Deshalb ergänzen sich beide Möglichkeiten gut: zu Hause komfortabel laden und unterwegs bei Bedarf schnell nachladen.“


Was kostet das Laden – und wie lassen sich die Kosten niedrig halten?
„Die Kosten hängen stark davon ab, wo und wie geladen wird. Mit dem HSW-Autostromtarif kostet die Kilowattstunde an den öffentlichen Ladepunkten aktuell 49 Cent bei einem Grundpreis von 4,95 Euro pro Monat. Für das Laden zu Hause bieten wir mit „hertenstrom smart“ zudem einen Tarif für steuerbare Verbrauchseinrichtungen an, zu denen auch eine Wallbox zählt. Besonders interessant kann die Kombination mit einer eigenen Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher sein: Dann lässt sich ein Teil des benötigten Autostroms tagsüber selbst erzeugen.“


Wie spüren die Stadtwerke, dass E-Mobilität im Trend liegt?
„Die erhöhte Nachfrage nach Ladelösungen sowie Autostrom merken wir täglich. Im Jahr 2025 ist die Stromabnahme aus der von uns unterhaltenen Ladeinfrastruktur um fast 40 Prozent gestiegen, für das laufende Jahr ist mit einer ähnlichen Steigerung zu rechnen. Derzeit verbauen wir jährlich darüber hinaus ca. 100 Wallboxen im privaten sowie gewerblichen Umfeld.“

Info Hertener Stadtwerke
Hertener Stadtwerke

Herner Straße 21
45699 Herten

hertener-stadtwerke.de

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